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AutisPlus • Sarah Weber • Autismus-Beratung & Fortbildung
Einfühlsame Begleitung von Menschen im Spektrum mit weiteren Diagnosen
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Infos rund ums Spektrum

Autismus und …

Pathological Demand Avoidance und Schul­absentismus bei Autismus – Ein Perspektiv­wechsel

Pathological Demand Avoidance (PDA; auch: „Extreme Demand Avoidance“ (EDA), „Demand Avoidance Phenomena (DAP) oder „Pervasive Drive for Autonomy“ (PDA)) ist ein Symptomkomplex (Green et al, 2018), der aktuell vornehmlich in…

Blogartikel jetzt lesen
Manchmal macht es mich einfach so wütend - und dan Manchmal macht es mich einfach so wütend - und dann denke ich an euch Eltern und realisiere: Krass ey, für euch muss das so eine massive Wut erzeugen. Wenn ihr noch Kraft für Wut habt. Ich sehe es ja täglich in meinen Beratungen und Coachings und ich werde einfach mit euch zusammen immer wütender auf dieses System. Auf dass mir diese Wut die Kraft gibt, möglichst viel zu verändern !
Eine neuere Studie von Mai 2026 in Nature Neurosci Eine neuere Studie von Mai 2026 in Nature Neuroscience (einer sehr anerkannten internationalen wissenschaftlichen Zeitschrift) untersuchte unterschiedliche Muster funktioneller Hirnkonnektivität bei autistischen Menschen. Die Ergebnisse sehr ihr als Zusammenfassung in diesem Post. Wichtig: Hier wurde nicht herausgefunden, dass es „zwei Arten von Autismus“ o.Ä gibt - es geht hier lediglich um replizierbare Muster, was dennoch einen ziemlichen Durchbruch in der Autismus-Forschung darstellt. Die beiden Muster erfassten in ihrer Vollständigkeit jedoch nur etwa 25% der untersuchten autistischen Personen - die übrigen Scans ließen sich nicht eindeutig zuordnen, d.h die Personen zeigten eine Mischung aus beiden Mustern, so wie wir es von der Hypo-/Hyperreaktivitätsforschung bereits kennen. Die Ergebnisse sind daher vor allem ein Schritt in Richtung einer noch differenzierteren Autismus-Forschung. Sie werden noch nicht diagnostisch eingesetzt. 

Studie: Pagani et al (2026) „Autism subtypes identified using cross-species functional connectivity analyses“, Nature Neuroscience. DOI: 10.1038/s41593-026-02287-z. 

#Autismusforschung #Neurodiversität #fMRI #Neurowissenschaften
Ja der Vergleich wirkt extrem - aber im Rahmen mei Ja der Vergleich wirkt extrem - aber im Rahmen meiner Coachings und Therapien habe ich leider schon oft erlebt, dass das für Kinder Realität ist. Es wirkt absurd, wenn wir uns solche Aussagen im Kontext von Krieg durchlesen, weil Krieg für die meisten von uns ein inhärent negatives und gefährliches Ereignis ist. Aber was, wenn Schule (und damit meine ich nicht Lernen und Bildung sondern das reguläre Setting Schule) genau das für manche autistischen Kinder ist ? Natürlich ist das Erleben nicht für alle gleich (schlimm). Manche sind vielleicht in einem weniger intensiven Kriegsgebiet oder haben viel bessere Schutzausrüstung, gute Strategien zum Schutz oder einen Anleiter, der sie schützt. Trotzdem bleibt Schule für viele autistischen Kinder eine große Herausforderung. Und der Vergleich zeigt, wie absurd es manchmal ist, Veränderung zu fordern nur weil man eine Weile abwesend sein konnte. 

Was ist eure Perspektive auf das Thema ?
Weil gewünscht nochmal die Story als Reel - wichti Weil gewünscht nochmal die Story als Reel - wichtig: Ich möchte damit nicht Burnout bei Erwachsenen schmälern das ist auch nicht mein Fachgebiet und natürlich gibt es auch da nicht total viel aktive Erholung und Optionen zur Regeneration - aber ich finde dennoch es ist eines von vielen Beispielen für Adultismus in der Gesellschaft. Kindern wird da einfach noch weniger Regenerationszeitraum eingeräumt und nur unter wirklich viel Druck im System.
Heute muss ich meiner Systemwut mal mit diesem Pos Heute muss ich meiner Systemwut mal mit diesem Post Luft machen. 

Insbesondere Mütter werden immer wieder von Fachpersonen stigmatisiert & die Teilhabebedarfe ihrer Kinder als Erziehungsversagen interpretiert. Woran erkennt ihr, dass jemand von Autismus wahrscheinlich wenig Ahnung hat? Unter anderem daran. 

Wir zwingen Eltern in diesem System förmlich dazu, selbst psychisch krank zu werden. Und dann geben wir ihnen dafür die Schuld und benennen ihre emotionale Instabilität als Ursache für die Probleme des Kindes. Das ist Gaslighting vom Feinsten. Unser System gaslighted Menschen so vieler verschiedener marginalisierter Gruppen. Als werdende Mutter macht es mich so wütend, dass Kinder in so einem System groß werden müssen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf - ich bin fest davon überzeugt, dass wir Veränderungen herbeiführen können. Langsam und stetig, Stück für Stück. Wenn nicht wir, wer dann? Ich glaube daran, dass ich einen Unterschied mache. Du auch? 💛
Sehr häufig erlebe ich in Schulungen die Diskussio Sehr häufig erlebe ich in Schulungen die Diskussion um die Ursachen von Verhaltensweisen. Das ist auch erstmal absolut okay und darauf sollten wir auch definitiv schauen, nur passiert es leider häufig, dass Diagnosen als Ursache interpretiert werden. Das Kind tut X wegen seinem Autismus oder wegen seinem ADHS. Okay, und jetzt ? Das bringt uns in der Praxis oft nicht wirklich weiter. Meist besteht noch Unsicherheit: Welche Diagnose ist denn jetzt für dieses spezielle Verhalten verantwortlich? Und nicht selten zeigt uns diese Frage unseren eigenen Ableisten auf. Würden wir wirklich einen offensichtlich hinter dem Verhalten bestehenden Bedarf anders behandeln je nach zugrunde liegender Diagnose ? Klar, manchmal vielleicht schon. Aber in ganz vielen Fällen ist das alltagspraktisch gar nicht so wichtig wie wir denken. Ein Kind ist vollkommen dysreguliert ? Dann will ich auch herausfinden wieso - was in seiner Umgebung stresst ihn so sehr ? Nicht: Kommt das vom Autismus oder vom ADHS? Bestenfalls können uns Diagnosen Hinweise über mögliche Ursachen in der Umgebung liefern. Aber in vielen Fällen tun sie das nicht und wir brauchen eine individuelle Analyse. Mein Gedanke ist daher: Lasst uns den Blick auf die individuellen Bedarfe richten wenn es um die Interpretation und Hilfe bei bestimmten Verhaltensweisen geht. Und uns nicht mit der Diagnosen-Ursachen-Suche aufhalten, die uns bei konkretem Verhalten oft gar nicht viel weiter bringt (Anders ist das natürlich wenn es um offizielle Hilfen, Medikation etc. geht).

Ich finde es traurig, dass z.B. ein Kind mit einem offensichtlichen Bedarf erst eine Diagnose braucht, die diesen Bedarf bestätigt bevor man sich „traut“ diesen zu befriedigen. Sonst könnte man dem Kind ja womöglich noch das Leben leichter machen ? Was sagt das über unseren Blick auf Kinder ? Wenn wir die Möglichkeit haben einem Kind Erleichterung zu verschaffen dann sollten wir es tun - unabhängig von Diagnosen. 

Wie siehst du das ? Schreib es gern in die Kommentare ! :-)
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